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Warum ist Champagner so teuer?

Bei Kaffee Rauscher haben wir seit einiger Zeit besonders hochwertige Champagner-Marken und deren Jahrgangschampagner ins Sortiment aufgenommen.

Anders als Kaffee ist Champagner ein Synonym für Reichtum und Luxus. Er kostet oft doppelt so viel wie andere Schaumweine, z. B. Prosecco oder Sekt. Eine Flasche von guter Qualität kann zwischen 50 und 300 EURO kosten, und alte Jahrgänge werden oft für Tausende verkauft.

Was also macht Champagner so teuer?

Champagner wird oft als Oberbegriff für Schaumwein verwendet. Tatsächlich darf sich ein Schaum nur dann Champagner nennen, wenn er in der französischen Region Champagne hergestellt wird. Etwa 150 Kilometer östlich von Paris befinden sich in dieser streng geschützten Region die renommiertesten und teuersten Champagnerhersteller und -kellereien der Welt, wie z.B. Moët & Chandon und Perrier-Jouët. Alle anderen Schaumweine, die außerhalb dieser Region hergestellt werden, auch die aus benachbarten Teilen Frankreichs, müssen anders etikettiert werden.

Das bedeutet, dass in diesem relativ kleinen Gebiet, das um das 2,5-fache kleiner ist als die Stadt Berlin, der gesamte Weltbestand an echtem Champagner hergestellt wird. Das entsprach im Jahr 2021 über 322 Millionen Flaschen mit einem Jahresumsatz von gut 5,5 Milliarden EURO.

Klimatische Bedingungen in der Champagne

Der Absatz von Champagner ist seit den 1950er Jahren stetig gestiegen. Sein künftiges Wachstum hängt aber vom Schutz des einzigartigen Klimas der Region ab.

Die wechselhaften Bedingungen in Nordfrankreich sind der erste Faktor für die hohen Preise. Mit einer Durchschnittstemperatur von 10 Grad Celsius ist es hier kühler als in den anderen Weinbaugebieten Frankreichs, was den Trauben den richtigen Säuregehalt für die Schaumweinproduktion verleiht.

Der Klimawandel macht aber auch nicht vor den Weinreben der Champagne halt: Die Klimaerwärmung ist in der französischen Weinwirtschaft eine Realität. Nun, da die durchschnittlichen Temperaturen weiter ansteigen, befürchten die Weinbauern der Champagne, dass der typische Charakter ihrer berühmten, von Säure und Spritzigkeit geprägten Schaumweine verloren geht. Einer der aussichtsreichsten Wege, um den Folgen des Klimawandels zu begegnen, ist die Pflanzenforschung. Mit der Wiedereinführung alter Rebsorten und vor allem mit der Entwicklung neuer Sorten, die an ein wärmeres Klima angepasst sind, soll die Versorgung der weltweiten Champaner-Fans auch in der Zukunft gesichert werden. Der andere wichtige Ansatzpunkt ist die Arbeit im Weinberg. Hier hat man erkannt, dass ein ökologischeres Arbeiten viele Vorteile besitzt, die vor allem darauf basieren, dass die Reben widerstandsfähiger gegenüber den hohen Temperaturen sind.

Was die Champagne als einzigartig auszeichnet, ist vor allem eine Frage der Geografie und der klimatischen Bedingungen. Natürlich geht es auch um den Herstellungsprozess, der im Laufe der Zeit - wir sprechen hier von mehr als zwei Jahrhunderten - geformt und verbessert wurde. Die Trauben werden auf dem Höhepunkt ihrer Reife geerntet - das ist ein wirklich wichtiger Faktor - und dann ergibt die alkoholische Gärung einen Weißwein oder eine Vielzahl von Weißweinen.

Die Weinlese ist Handarbeit und unterliegt strengen Auflagen

Während der Weinlese kommen 120.000 Arbeiter in die Champagne, um die Trauben von 84.000 Hektar Rebfläche zu ernten. Es wird von Hand geerntet, denn Erntemaschinen sind per Gesetz verboten. Gerade diese Handarbeit verteuert die Ernte der für den Champagner verwendeten Weine.

Seit Mitte der 1950er Jahre dürfen nur Reben der Sorten Pinot Noir, Pinot Meunier und Chardonnay für die Herstellung von Champagner verwendet werden. Außerdem darf der Champanger eine fest vorgeschriebene Pflanzendichte nicht unterschreiten So ist seit 1983 festgelegt, dass 102 Liter Most aus mindestens 160 Kilogramm Trauben gepresst werden müssen. Doch nur die ersten 82 Liter sind wirklich als hochwertig zu bezeichnen. Sie werden nur für die hochwertigsten Champagner verwendet.

Auch ist es wichtig, nur die besten Trauben auszuwählen, vor allem wegen der Heterogenität jeder einzelnen Parzelle und jedes einzelnen Weinstocks. Das ist ein wirklich besonderes Zeichen für Qualität. Die Lage auf den Weinhängen der Champagne ist sehr gut für die Belichtung der Reben; die Sonne scheint den ganzen Tag auf die Rebstöcke. Außerdem verfügt die Champagne, historisch gesehen, über die beste Bodenstruktur für Wein; sie besteht aus Lehm und Kreide.

Die Flaschengärung

Ein weiterer Preistreiber des Champagners ist die sogenannte "méthode champenoise", bei der der Wein eine erste Gärung in Eichen- oder Edelstahlbehältern und eine zweite Gärung in der Flasche erfährt. Die gesamte zweite Gärung benötigt dabei etwa zwei volle Wochen.

Bevor es dazu kommt, werden zunächst die Trauben geerntet und gepresst. Der entstandene Traubenmost wird durch Gärung in Alkohol umgewandelt. Anschließend fügt der Winzer dem stillen Wein eine Mischung aus Zucker und Hefezellen hinzu, die Liqueur de tirage genannt wird.

Im Anschluss wird der Grundwein in Flaschen umgefüllt und zunächst mit einem Kronkorken wie bei einer Bierflasche verschlossen. Die Flaschen werden dann mit der Öffnung nach schräg unten in Holzgestellen gelagert.

Das nun folgende Prinzip der Rüttelns wurde im 19. Jahrhundert von der Witwe Clicquot entwickelt. Die Flaschen werden täglich um eine Vierteldrehung bewegt und dabei leicht gerüttelt, um den Bodensatz - ein trübes Nebenprodukt der Hefe, das als Trub bezeichnet wird - in der Flasche aufzuschütteln und zu drehen.

In der letzten Phase werden die Flaschen auf den Kopf gestellt, damit sich der Hefesatz im Flaschenhals absetzen kann. Das sogenannte Degorgieren ermöglicht es dem Winzer, den Trub zu entfernen, nachdem er seine Arbeit getan hat, ohne dass der ursprüngliche Schaumwein beeinträchtigt wird: Die meisten tun dies, indem sie nur den Flaschenhals einfrieren und die Trubstoffe schnell abziehen.

Zu guter letzt müssen die Flaschen ein wenig aufgefüllt werden, nachdem der Trub entfernt wurde,. Dies wird als Dosage bezeichnet: Dem Wein wird ein Zuckergemisch beigefügt, das mit Wein verdünnt ist. Die Höhe der Dosage beeinflusst sowohl die Trockenheit als auch die Süße am Gaumen. Einige Winzer ziehen es jedoch vor, diesen Schritt auszulassen.

Hochwertiger jahrgangsloser Champagner muss nun mindestens 15 Monate reifen (bei Prosecco oder Sekt ist die vorgegebene Zeit kürzer). Ein Jahrgangschampagner benötigt dagegen mindestens drei Jahre, sich zu entwickeln. Qualitätsbewusste Häuser lassen ihre Champagner dazu wesentlich länger reifen, was den Champagner noch besser, aber auch teurer werden lässt.

Méthode Champenoise - Gesetzlich geschützt

Die Méthode Champenoise wird in der Europäischen Union kontrolliert und eingeschränkt, so dass Schaumweine von außerhalb der Champagne nicht als Champagner bezeichnet werden dürfen. Allerdings werden Weine aus der ganzen Welt auf genau dieselbe Weise hergestellt und stattdessen als Schaumwein bezeichnet, der nach der "méthode traditionnelle" hergestellt wird.

Einige Winzer in Ländern außerhalb der EU ignorieren die europäischen Etikettierungsvorschriften völlig und stellen weiterhin Schaumwein mit dem Namen Champagne her. Der Comité Champagne, der mit mehr als 80 Anwälten weltweit zusammenarbeitet, um die authentische Marke Champagne zu schützen, geht ständig gegen diese Nachahmungen vor. Trotz der Ähnlichkeiten in der Herstellung und möglicherweise im Geschmack ist nur der echte Champagner mit der Geschichte und dem Prestige der Region verbunden.

Die Historie der Champagner-Herstellung

Die Champagnerproduktion geht auf das dritte Jahrhundert zurück, als die Römer im Nordosten Frankreichs erstmals Weinberge anlegten. In der Mitte des 17. Jahrhunderts, mit der Entwicklung der Flaschengärung, wurde der Champagner offiziell zu einem heiligen Getränk, als er während der Thronbesteigung Ludwigs XIV. an den Höfen des Königs serviert wurde. Das Kohlendioxidgas, das sich in diesen historisch frühen Flaschen bildete, führte jedoch häufig dazu, dass sie in den Kellern explodierten. Daher wurden große Anstrengungen unternommen, um den Wein von seinen Blasen zu befreien.

Doch im 19. Jahrhundert wurde die schäumende Variante des Champagners immer beliebter, vor allem bei den Reichen und Königen. Als die großen Champagnerhäuser die Massenproduktion von Schaumwein mit der Entwicklung von dickeren Gläsern und Korken optimierten, begann sich die moderne Champagnerindustrie zu entwickeln.

Kriegseinwirkungen

Obwohl die Region sowohl im Ersten als auch im Zweiten Weltkrieg ein wichtiges Schlachtfeld war, wurde die Champagnerproduktion erstaunlicherweise fortgesetzt. Man schätzt, dass am Ende des Ersten Weltkriegs etwa 40 % der Weinberge in der Champagne zerstört waren.

Aufgrund der Produktionskürzungen erzielen Flaschen aus beiden Kriegen einen hohen Preis. Im Jahr 2015 versteigerte Sotheby's eine Besichtigung des Krug-Kellers und eine Verkostung des Kriegsjahrgangs 1915 für 116.000 Dollar.

Das Prestige treibt den Preis

Die Assoziation des Champagners mit Luxus, Reichtum und Berühmtheit hat die Preise hoch gehalten, von der Krönung von Königen bis zum Stapellauf großer Schiffe. Sogar US-Musiker Jay-Z ließ sich vom Mythos Champagner anstecken: Im Jahr 2014 wurde er Miteigentümer von Armand de Brignac, auch bekannt als "Ace of Spades", einer Champagnermarke, die von der Familie Cattier geführt wird. Im September 2019 brachten sie ihre bisher seltenste und teuerste Cuvée auf den Markt, die aus drei Jahrgängen besteht, nämlich 2009, 2010 und 2012. Der Wein reifte sechs Jahre lang, bis die Flaschen, von denen es nur 3.535 Stück gibt, für 1.000 Dollar pro Flasche angeboten wurden.

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Die Zukunft des Champagners

Aber was ist mit der Zukunft? Aufgrund besorgniserregender Statistiken wurde die Champagne zur ersten Weinbauregion der Welt, die ihren CO2-Fußabdruck untersuchte und einen CO2-Plan aufstellte. Durch die globale Erwärmung sind die Temperaturen in der Region in den letzten 30 Jahren um 1,2 Grad Celsius gestiegen, und die Termine für die Weinlese haben sich um zwei Wochen nach vorne verschoben.

Da sich die perfekten klimatischen Bedingungen in der Champagne ändern und die Klimaziele des Pariser Abkommens nicht mit der globalen Erwärmung Schritt halten, könnte die Zukunft des Weinbaus in dieser historischen Region in Gefahr sein.

Unser Fazit

Die Preise für Champagner werden weiter steigen und den Schaumwein aus der Champagne immer mehr zum Luxusgut werden lassen.

Ihr

Johannes Lacker
zert. SCA Barista

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