Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
+++ Aufgrund der hohen Aussentemperaturen erfolgt der Schokoladenversand erst wieder bei kühlerem Wetter +++
Menü

Wie funktioniert ein Espressokocher?


Inhaltsverzeichnis

  1. Der Espressokocher, der eigentlich keinen Espresso macht
    1. Kaffeezubereitung auf dem Herd
    2. 1,5 bar Druck reichen für die Extraktion eines Mokkas
    3. Der Espressokocher: Erfunden von Alfonso Bialetti
  2. Wie wird ein Kaffee mit dem Espressokocher zubereitet?
    1. Noch etwas Hintergrundwissen zur Bialetti-Kanne

Ein Espressokocher (auch Moka-Kanne oder Bialetti-Kanne genannt) nutzt Dampfdruck, um Kaffee zuzubereiten – aber keinen echten Espresso. Das Wasser im unteren Behälter wird erhitzt, wodurch Dampf entsteht und der Druck auf etwa 1,5 bar steigt. Dieser Druck presst das heiße Wasser durch das Kaffeemehl im mittleren Einsatz nach oben in den oberen Behälter, wo der fertige Kaffee gesammelt wird. Im Vergleich zu einer Espressomaschine (9 bar) ist der Druck deutlich niedriger, weshalb weder echte Crema noch der typische Espresso-Körper entsteht – dennoch erhalten Sie einen kräftigen, aromatischen Mokka-Kaffee. Die Zubereitung ist einfach, kostengünstig und seit den 1930er Jahren bewährt.

Der Espressokocher, der eigentlich keinen Espresso macht

Die Moka-Kanne, auch bekannt als Espressokocher, nutzt grundlegende physikalische Gesetze, um eine perfekt gebrühte Tasse Kaffee zu erhalten. Sie besteht aus drei Teilen, die meist aus Aluminium produziert sind. Der untere Behälter ist für das Wasser, der Filtereinsatz für das Kaffeemehl und der obere Behälter für den fertigen Kaffee.

Kaffeezubereitung auf dem Herd

Wenn der Espressokocher auf den Herd gestellt wird, erhitzt sich das Wasser im unteren Behälter und erzeugt Dampf. Dadurch erhöht sich der Druck im Behälter und drückt das Wasser durch das Kaffeemehl nach oben. Dort strömt der fertig extrahierte Kaffee in den oberen Behälter, von wo es dank einer Tülle zum Ausgießen bereit ist.

1,5 bar Druck reichen für die Extraktion eines Mokkas

Der Druck, der sich in dem untereren Behälter der Kanne aufbaut, erreicht nur 1,5 bar. Da ist bei weitem weniger als die 9 bar, die in traditionellen Espressomaschinen erreicht werden. Damit erklärt sich auch, warum der Begriff Espressokocher eigentlich falsch ist. Denn eine richtiger Espresso braucht 9 bar Druck für die Extraktion. Das dies nicht der Fall ist, zeigt sich auch daran, dass mit einer Bialetti-Kanne keine Crema produziert werden kann.

Doch auch wenn der mit der Herdkanne produzierte Kaffee nicht an den Körperreichtum eines Espresso heranreicht, ist er sehr schmackhaft und einfach zu brühen. Dazu sind die geringen Anschaffungskosten sicher ein Grund dafür. dass die Moka-Kanne von Bialetti ein Hit in den Haushalten war und ist..

Der Espressokocher: Erfunden von Alfonso Bialetti

Der Herdkocher, wie die Moka-Kanne auch geannt wird, wurde in den 1930er Jahren von Alfonso Bialetti erfunden. Die Inspirtion für seine Erfindung holte sich Bialetti der Legende nach bei seiner Frau, die er beim Wäschewaschen beobachtete. Ihre primitive Waschmaschine bestand aus einem Eimer mit Seifenwasser, der über dem Feuer zum Kochen gebracht wurde. Das Wasser wurde aus einem Rohr auf die schmutzige Wäsche geleitet.

Bialetti entwickelte eine ähnliche Technik für seine Kaffeekanne. Das Design ist bis heute weitgehend gleich geblieben. Seit ihrem ersten Erscheinen auf dem Markt im Jahre 1933 wurde die Bialetti weltweit zu einem Grundausrüstungsgegenstand  unter allen Kaffeeliebhabern auf der ganzen Welt.

Wie wird ein Kaffee mit dem Espressokocher zubereitet?

Die Benutzung des Espressokochers ist so simpel wie genial. Beim Kauf einer Bialetti-Kanne wird genau beschrieben, wie sie zu verwenden ist. Dennoch wollen wir Ihnen ein paar Tricks verraten, wie das Kaffeeergebnis in der Tasse noch besser wird. Deswegen gehen wir mit Ihnen in 10 Schritten vor:

10 Schritte für die Zubereitung eines Mokka im Espressokocher

  1. Befüllen Sie den Filtereinsatz mit so viel Kaffeemehl, dass etwa 60 bis 70 g Kaffee auf einen Liter Wasser kommen (das entspricht bei einer Bialetti-Kanne für 6 Tassen ca. 250 ml Wasser bzw. 15 bis 17 g Kaffeemehl).
  2. Hinweis: der Mahlgrad für den Kaffee enspricht einem Mahlgrad zwischen Filterkaffee und Espresso.
  3. Bringen Sie in einem Wasserkocher Wasser zum Kochen.
  4. Parallel dazu schalten Sie die Herdplatte an und lassen diese heiß werden.
  5. Füllen Sie das nun kochende Wasser in das Unterteil der Herdkanne bis knapp unter das Ventil.
  6. Klopfen Sie den Filtereinsatz mit dem Kaffeemehl kurz auf die Tischplatte, damit sich der gemahlene Kaffee gut verteilt und setzt. Aber drücken Sie ihn bitte nicht an!
  7. Setzen Sie nun den Filtereinsatz in das Unterteil. Bitte seien Sie vorsichtig. Nutzen Sie ein Küchentuch, damit Sie sich Ihre Hände nicht am heißen Unterteil verbrennen.
  8. Schrauben Sie zuletzt das Oberteil auf das Unterteil und stellen den verschraubten Espressokocher auf die heiße Herdplatte.
  9. Nach gut einer Minute sollte Sie ein erstes Blubbern aus der Kanne hören. Nehmen Sie dann bitte den Espressokocher von der Herdplatte und schalten diese aus.
  10. Mit Ende des Blubberns können Sie sich Ihren Mokka in die Tasse gießen.

Hinweis: der Mahlgrad für den Kaffee enspricht einem Mahlgrad zwischen Filterkaffee und Espresso. Bringen Sie in einem Wasserkocher Wasser zum Kochen. Parallel dazu schalten Sie die Herdplatte an und lassen diese heiß werden. Füllen Sie das nun kochende Wasser in das Unterteil der Herdkanne bis knapp unter das Ventil. Klopfen Sie den Filtereinsatz mit dem Kaffeemehl kurz auf die Tischplatte, damit sich der gemahlene Kaffee gut verteilt und setzt. Aber drücken Sie ihn bitte nicht an! Setzen Sie nun den Filtereinsatz in das Unterteil. Bitte seien Sie vorsichtig. Nutzen Sie ein Küchentuch, damit Sie sich Ihre Hände nicht am heißen Unterteil verbrennen. Schrauben Sie zuletzt das Oberteil auf das Unterteil und stellen den verschraubten Espressokocher auf die heiße Herdplatte. Nach gut einer Minute sollte Sie ein erstes Blubbern aus der Kanne hören. Nehmen Sie dann bitte den Espressokocher von der Herdplatte und schalten diese aus. Mit Ende des Blubberns können Sie sich Ihren Mokka in die Tasse gießen.


FAQ: Wie funktioniert ein Espressokocher?

Macht ein Espressokocher echten Espresso?

Nein, trotz des Namens macht ein Espressokocher keinen echten Espresso. Für Espresso sind 9 bar Druck nötig, eine Mokka-Kanne erreicht aber nur etwa 1,5 bar. Das Ergebnis ist ein starker, kräftiger Kaffee (Mokka), aber ohne die typische Crema und den vollen Körper eines echten Espressos aus der Siebträgermaschine.

Wie funktioniert der Brühvorgang im Espressokocher?

Sie füllen Wasser in den unteren Behälter, Kaffeemehl in den mittleren Filtereinsatz und setzen den Kocher auf den Herd. Das Wasser erhitzt sich, erzeugt Dampf und baut Druck auf. Dieser Druck presst das heiße Wasser durch das Kaffeemehl nach oben, wo der fertige Kaffee im oberen Behälter landet und ausgegossen werden kann.

Welchen Druck erzeugt ein Espressokocher?

Ein Espressokocher erzeugt etwa 1,5 bar Druck. Das ist deutlich weniger als die 9 bar, die für echten Espresso in einer Siebträgermaschine benötigt werden. Dieser geringere Druck erklärt, warum keine Crema entsteht und der Kaffee eher einem starken Filterkaffee als einem Espresso ähnelt – trotzdem ist er kräftig und aromatisch.

Wer hat den Espressokocher erfunden?

Der Espressokocher wurde in den 1930er Jahren von Alfonso Bialetti erfunden. Die Legende besagt, dass er sich von einer primitiven Waschmaschine inspirieren ließ, die seine Frau benutzte – sie funktionierte mit kochendem Wasser, das durch ein Rohr auf die Wäsche geleitet wurde. Bialetti übertrug dieses Prinzip auf seine Kaffeekanne.

Kann ich mit einem Espressokocher Crema erzeugen?

Nein, mit einem klassischen Espressokocher können Sie keine echte Crema erzeugen, weil der Druck dafür zu niedrig ist. Es gibt spezielle Modelle wie die Bialetti Brikka, die durch ein spezielles Ventil etwas mehr Druck aufbauen und eine crema-ähnliche Schaumschicht erzeugen können – aber auch das ist keine echte Espresso-Crema.

Welchen Mahlgrad sollte ich für den Espressokocher verwenden?

Der ideale Mahlgrad liegt zwischen Filterkaffee und Espresso – also mittelfein. Zu fein gemahlener Kaffee kann das Sieb verstopfen und zu viel Druck aufbauen, was gefährlich werden kann. Zu grob gemahlener Kaffee führt zu dünnem, wässrigem Kaffee. Am besten testen Sie mit einer mittleren Einstellung und passen dann an.

Sollte ich kaltes oder heißes Wasser in den Espressokocher füllen?

Im Beitrag wird empfohlen, kochendes Wasser zu verwenden. Das verkürzt die Zeit auf dem Herd erheblich und schont die empfindlichen Kaffeearomen, weil das Kaffeemehl nicht so lange trockener Hitze ausgesetzt ist. Außerdem vermeiden Sie so bittere Stoffe und Säuren, die bei zu langer Erhitzung extrahiert werden.

Wann sollte ich den Espressokocher vom Herd nehmen?

Nehmen Sie den Espressokocher vom Herd, sobald Sie das erste Blubbern hören – etwa nach einer Minute. Mit dem Blubbern kommen nur noch unerwünschte Bitterstoffe und Säuren nach oben. Lassen Sie den Brühvorgang abseits der Hitze zu Ende gehen, dann wird Ihr Kaffee aromatischer und weniger bitter.

Aus welchem Material ist ein Espressokocher?

Die klassische Bialetti Moka Express besteht aus Aluminium. Es gibt aber auch Modelle aus Edelstahl (z. B. Bialetti Venus), die für Induktionsherde geeignet sind. Aluminium leitet Wärme besser und wird traditionell bevorzugt, während Edelstahl robuster, spülmaschinenfest und für alle Herdarten (inkl. Induktion) geeignet ist.

Kann ich einen Espressokocher auf einem Induktionsherd verwenden?

Klassische Aluminium-Espressokocher funktionieren nicht auf Induktion. Für Induktion benötigen Sie ein Modell aus Edelstahl oder mit ferromagnetischem Boden (z. B. Bialetti Venus, Bialetti Induktion). Alternativ können Sie eine Adapterplatte verwenden, die zwischen Kocher und Induktionsfeld platziert wird und Wärme erzeugt.

Wie reinige ich einen Espressokocher?

Spülen Sie alle Teile nach Gebrauch gründlich mit warmem Wasser ab – ohne Spülmittel, da es Rückstände hinterlassen und den Geschmack beeinflussen kann. Lassen Sie alle Teile gut trocknen, bevor Sie sie wieder zusammensetzen. Aluminium-Kannen sollten nicht in die Spülmaschine, Edelstahl-Modelle sind meist spülmaschinenfest (Herstellerangaben beachten).

Noch etwas Hintergrundwissen zur Bialetti-Kanne

Aufgrund der Verwendung von kochendem Wasser verkürzt sich die Verweildauer des Espressokochers auf der Herdplatte um gut 3/4. Damit verkürzt sich auch die Kontaktzeit des gemahlenen Kaffees mit der trockenen Hitze im Filtereinsatz deutlich. Das schont die empfindlichen Kaffee-Aromen nachhaltig.

Das gleiche gilt für die frühzeitige Wegnahme der Bialetti-Kanne vom Herd. Mit dem Blubbern kommen nur noch unerwünschte Bitterstoffe und Säuren aus dem Unter- in den Oberteil des Kochers. Das sollte aus geschmacklichen Gründen unbedingt vermieden werden.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß mit dem Espressokocher!

Ihr

Johannes Lacker
zert. SCA Barista


Autor: Johannes Lacker

Johannes Lacker ist gelernter Restaurantfachmann und Hotelbetriebswirt. Als zertifizierter SCA Barista und Online Marketer verantwortet er bei Kaffee Rauscher den Onlinehandel und das Online Marketing.